
Marion
5. Juni 2010Es war im November, als ich in der Nähe von Berlin ein Seminar abhielt. Die aufgeweckteste Teilnehmerin fragte mich Löcher in den Bauch und bewies mit jeder ihrer Fragen, dass sie nicht nur nicht einfach alles glaubt, sondern auch noch in der Lage ist, kritisch zu reflektieren, was ein Dozent so von sich gibt.
Abends gingen wir mit der Gruppe gemeinsam weg und einen Abend fanden wir uns auf einer Landparty wieder. Marion und ich tanzten die halbe Nacht durch und glaubten, das Grinsen der anderen Anwesenden hätte nichts mit dem etwas träge wirkenden Dozenten und der heute sehr wortkarge Hinterfragerin zu tun.
Aber wir gingen nach dem Kurs auseinander, als sei nichts gewesen. Es war ja auch nichtmal etwas für eine Nacht, nur für eine Party.
Einige Male telefonierten wir, weil sie zur Umsetzung einiger Projekte noch Tips benötigte. Und dann war ich sprachlos, als wir uns auf der re:publica in Berlin begegneten.
Die re:publica war ja nun eine aus dem Barcamp-Alter herausgewachsene Konferenz mit abendlicher Party. Diesmal endete die Party im Hotel, in dem wir zufällig beide eingecheckt hatten, und wir verpassten die ersten Vorträge des folgenden Tages.
So kanns kommen.